Anekdoten aus meinem Leben #7


Gefangen zwischen Stress und Nervenzusammenbrüchen 


Warum ich mich in letzter Zeit nicht gemeldet habe, ist sicher der gleiche Grund den sehr viele andere Schüler in letzter Zeit auch beschäftigt hat, die Schule. Ich hab schon länger vor diesen Post zu schreiben, hatte aber keine Zeit. Wie auch, wenn man jeden Tag von Montag bis Donnerstag erst um halb 6 heimkommt und noch lernen muss. Dieser Post ist keineswegs vom Grundgedanken des "suderns" getragen sondern kann eher als offener Beschwerdebrief von mir und vielen vielen anderen Schülern angesehen werden.

 Die Hassliebe - Schule

Ganz ehrlich, die Schule löst in mir eigentlich ein Gefühl der Hassliebe aus. Einerseits finde ich den Grundgedanken hinter dem Thema Schule nicht schlecht, gemeinsam zu lernen und sich dadurch stätig weiterzuentwickeln und ich liebe es jeden Tag meine Freunde zu sehen. Aber was wirklich geschieht ist Schüler unter Druck und Stress zu setzten, Dinge zu verlangen die im zukünftigen Leben völlig ohne Belang und ihnen die wohlverdienten "Feierabend-Stunden" durch Hausübung zu rauben.

Viele Lehrer machen uns den Schulalltag ein kleines bisschen leichter anderen hingegen ist schlichtweg egal wie es ihren Schülern geht. Von Lehrern die versuchen einem zu helfen bekommt man dann zu hören, "Hörst hoid mit da Schui auf, "suddan bringt die nd weider", was in keiner weise das ist was man hören möchte. Natürlich gibt es Ausnahmen aber die bleiben eben meist nur sehr vereinzelt. 

Ich schreibe diesen Blog weil mich die Schule im letzten Semester wirklich innerlich aufgefressen hat. Die Dinge die mir Spaß machen habe ich komplett schleifen lassen, ich hab nur noch selten Freunde getroffen und mich einfach nur noch unter meiner Bettdecke vergraben. Mir ging es wirklich ziemlich schlecht, weil sich der Druck  um mich so eingebrannt und aufgebaut hatte das ich kaum noch Luft zum Atmen hatte. Das generelle Schulsystem indem eigentlich immer nur gefordert wird und kaum etwas zurückgegeben wird hat mir einfach die Lust alle dem genommen.

Nicht genügend?

Wer kann den eigentlich entscheiden ob wir genug oder nicht sind? Wer sagt ob wir uns genügend angestrengt bzw.  genügend gelernt haben um eine gute Note zu bekommen. Das sind alles Aspekte die mich in letzter wirklich sehr beschäftigt haben. Was bringt mir den zum Beispiel der Umfang eines Kreises wenn ich einmal weis wie ich meine Träume verwirklichen kann? Warum muss ich Rentenzahlungen berrechnen wenn ich ganz einfach in die Bank gehen kann? All diese Dinge fragt man sich eben wenn man Schüler ist. Das sogenannte "Bulimie-lernen" ist da oft das Gebot der Stunde: vor dem Test alles durchlesen und aufsaugen um es dann anschließend beim Test so gut wie möglich in ganzen Sätzen auszukotzen. Was soll das den bringen?

Wir sitzen alle im selben Boot, der Titanic

Wo ist der Eisberg?

Ich bin ja nicht die einzige der es so geht. Wenn ich schon alleine an meine Klassenkameraden denke, die meisten von ihnen haben dieses Semester schon mind. einen Nervenzusammenbruch erlitten. Es gibt doch unzählige Geschichten über Magersucht, Depressionen und Schlafstörrungen die einzig und allein nur durch die Schule verursacht wurden.

Die schöne Seite des Lebens - das Wochenende


Jeden Freitag um ca halb drei überflutet mich das Gefühl von purem Glück,
weil die Schulglocke erklingt. Samstag und Sonntag habe ich dann wieder kurz das Gefühl, dass das Leben schön ist um dann am Montag die ernüchternde Erfahrung zu machen, dass ich wieder in die Schule fahren muss.

Vielleicht ist Schule ja wichtig, aber wir sollten das alles anders handhaben. Noten sollten vielmehr an Bedeutung verlieren. Die Stärken sollten mehr ins Licht gerückt werden und an den Schwächen stätig zu arbeiten zu können.  Aber irgendwas muss sich ändern, das ist für mich ganz klar.

Wem es genauso wir mir geht kann den Post gerne teilen,um wieder einmal darauf aufmerksam zu machen, dass wir Schüler es eben nicht so leicht haben.

Na dann bis bald,

eure Christl








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